Lernen nach Lerntypen

Beim Lernen bevorzugen die meisten Menschen einen bestimmten Sinneskanal – das Sehen, das Hören oder Bewegung, man spricht dabei auch von einem bestimmten Lerntypen.

Welche Lerntypen gibt es?

In der Bevölkerung ist der visuelle Lerntyp am häufigsten anzutreffen. Diese Lerner bevorzugen es Informationen über das Sehen aufzunehmen. Bilder, Grafiken und bunte Markierungen aller Art unterstützen diese Lerner beim Lernprozess. Gleichzeitig werden diese Lerner im klassischen Unterricht am stärksten unterstützt. Mit Präsentationen, OHP-Folien, Arbeitsblättern, Büchern und und und. Häufig entstehen beim visuellen Lerner innere Bilder, also eine Art Spickzettel im Kopf, den nur sie selbst sehen können (äußerst praktisch!).

Auditive Lerner kommen aber im klassischen Unterricht auch zum Zug. Sie lieben Vorträge und profitieren unheimlich von Gruppenarbeiten. Denn selber Reden ist für diesen Lerntyp noch viel effektiver, als nur zuzuhören. Und es gibt jede Menge Gadgets im Internet, wie zum Beispiel die Vorlesefunktion bestimmter Online-Wörterbücher, die beim Lernen helfen können. Hörbücher können den Lektüreunterricht für diesen Lerntyp erleichtern.

Seltener sind rein kinästhetische Lerner anzutreffen. Sie mögen “Learning by Doing”. Sie wollen selbst tun und erst dann darüber sprechen. Bewegung ist für diesen Lerntyp ein zentrales Element. Hilfreich kann es schon sein während des Lernens Kaugummi zu kauen oder wenn möglich mit den Karteikarten in der Hand um den Apfelbaum im Garten herumzuwandern (Frischluft für’s Gehirn inklusive!)

Lerntypen im Mixer

Die meisten Menschen stellen eine Mischform der verschiedenen Lerntypen dar. Und das ist super, denn je mehr Sinneskanäle beim Lernen angesprochen werden, umso effektiver findet der Stoff seinen Weg ins Gehirn und dort einen dauerhaften Platz.

Der Lerntypentest

Welcher Lerntyp bist du?

Lerntypen-gerechtes Lernen kann ein guter Anfang sein, um beim Lernen wieder die Kurve zu kriegen. Lerntypen-gerechtes Lernen ist leicht, weil der bevorzugte Sinneskanal sich gerne und einfach ansprechen lässt. Und um dem von falschen Lerntechniken gestresste Gehirn erstmal eine Erholung zu gönnen, hat ein Lerntypentest auf jeden Fall Sinn. So mancher hat nach solch einem Test schon eine Überraschung erlebt, als er/ sie feststellen musste, dass die Präferenzen des eigenen Gehirns doch ganz woanders liegen, als gedacht.

Mini-Workshop Lerntypen

Am 30.08.2019 fand im LernAtelier Rauischholzhausen der erste Mini-Workshop zum Thema Lerntypen an. Neben einem ausführlichen Lerntypentest gab es Tipps und Hinweise, welche Lerntechniken sich für die verschiedenen Lerner am Besten eignen. Wir hatten trotz der Hitze viel Spaß und alle haben etwas über ihren bevorzugten Lernkanal gelernt.

In angenehmer Runde über das Lernen lernen

Hast auch du Interesse daran an einem Mini-Workshop zum Thema Lerntypen teilzunehmen? Schreib mich über das Kontaktformular an. Sobald ein neuer Termin steht erhältst du eine Nachricht!

Sonnige Grüße, Denise

Der minimalistische Schreibtisch

Minimalismus ist in aller Munde. Egal, ob es um die Garderobe geht oder die Einrichtung des Badezimmers. Warum er aber für deinen Lernerfolg ausschlaggebend sein, kann liest du im folgenden Beitrag.

Weniger ist mehr

Das gilt für Kuchen, genauso wie für den Platz, an dem für Schule, Ausbildung oder Uni gearbeitet werden soll.

“Das ist mein kreatives Chaos” behaupten die einen und andere sind fest davon überzeugt, dass solange der College-Block noch Platz auf der Unterlage findet, ist Platz genug zum Lernen.

Egal, ob man am eigenen Schreibtisch, am Küchentisch oder in Omas guter Stube zu lernen versucht: Je weniger Gegenstände auf der Arbeitsfläche liegen, umso weniger ist unser Gehirn versucht Ablenkung zu finden.

So ein Arbeitsplatz sieht einladend aus, aber für dein Gehirn verspricht er viel Ablenkung von der eigentlichen Aufgabe

Natürlich ist es verlockend, und ja! – auch total gemütlich, sich in Wohlfühlatmosphäre umrahmt von Kinkerlitzchen, Fotos und Andenken an die Arbeit zu machen. Da schwingt immer ein bisschen Hoffnung mit, dass die Qual unendlicher Lernstunden vielleicht doch ein wenig abgemildert wird.

Wird sie nicht.

Im Gegenteil. Die Aufmerksamkeit wird zwangsläufig von all den netten Dingen in der unmittelbaren Lernumgebung von dem meist nicht so furchtbar spannenden Lernstoff abgelenkt. “Hach, war das schön mit Susanne auf Malle, mensch, ich war ja so braun…”

Ein wenig aufwändiger, aber äußerst wirkungsvoller Schritt in Richtung mehr Konzentration, mehr Fokus heißt: Minimalismus am Arbeitsplatz!

Was gehört auf den Schreibtisch?

Umso weniger Gegenstände sich auf dem Arbeitsplatz befinden, umso weniger Ablenkung findet das Gehirn. Also: Nur das Nötigste.

  • Eine ausreichend helle Lampe
  • PC (wenn für die Arbeit unmittelbar nötig)

Häh, was? Das wars? Aber, aber, AAAAAABER!

Nein. Das wars. Alles weitere, wie all die bunten Stifte, die man vielleicht zum Anstreichen braucht, und Heftklammern und Notizzettel und erst recht und am allerwichtigsten (aber dazu demnächst ein gesonderter Beitrag) das Smartphone gehören nicht auf die Arbeitsfläche. Dafür gibt es Schreibtischschubladen und im Fall des Smartphones gilt: Je weiter weg, umso besser.

Je weniger Ablenkung ihr eurem Gehirn anbietet, umso mehr wird es sich auf die Aufgabe, die vor euch liegt, konzentrieren.

Und falls man in der Küche arbeitet: kein Geschirr, keine Rechnungen, keine Kunstwerke von kleinen Geschwistern, sonst ertappt man sich schnell dabei sorgfältig Name des Geschwisterchens, das Datum und eine detaillierte Interpretation des Kunstwerks in Schönschrift auf der Rückseite zu vermerken, anstatt sich mit linearer Algebra zu befassen.

Okay, ich übertreibe, aber du verstehst, worauf ich hinaus will.

Alles was potenziell ablenken kann, wird dein Gehirn auch ablenken. Wird deine Aufmerksamkeit anziehen, wie ein Magnet. Darum Arbeitsfläche komplett abräumen und am Besten nochmal feucht abwischen, bevor dir zwischen Aufgabe 2c und 2d aufgeht, dass du unbedingt erst noch putzen musst, bevor es weiter geht.

Was zum effektiven Arbeiten benötigt wird…

…ist wirklich nicht viel. Natürlich spielen auch der Standort eures Arbeitsplatzes, die Lärmumgebung und vieles mehr eine große Rolle beim Thema Konzentration. Aber mit einem aufgeräumten, minimalistischen Schreibtisch seid ihr eurem ablenkungshungrigen Gehirn einen guten Schritt voraus. Und ihr habt Platz für die Unterlagen, die zum Arbeiten notwendig sind.

Viel Erfolg wünscht dir, Denise